Forstschule Münden

1813 wurde erstmals ein Feldjägerkorps in Göttingen errichtet. Sein erster Kommandeur war Jagdjunker von Düring, dann Oberst Graf von Kielmannsegge. 1821 wurde das hannoversche Feldjägerkorps bis auf einen Stamm von 50 Mann aufgelöst und nach Clausthal verlegt. Dort wurde es mit der der Bergschule in Clausthal angegliederten Forstlehranstalt vereinigt. Eine Lehre der Forstwirtschaft war wegen des sehr großen Holzbedarfs der Hütten und Gruben im Harz von herausragender Wichtigkeit. Der Kommandant des Korps war der Capitain und Forstmeister Christian Ludwig von Mahrenholtz.

Verlegung nach Münden

 1844, im August,  wurde das Feldjägerkorps von Clausthal nach Münden verlegt. Ein neuer Stellenplan vom 26. September 1844 und der damit verbundenen Forstschule regelte dessen Stärke auf 1 Capitain (Kommandeur), 1 Leutnant, 4 Oberjäger, 2 Hornisten und 200 Jäger, von denen 40 stets zum aktiven Dienst zur Stelle sein mussten, ein Teil als „Hilfsjäger“ bei den Oberforstämtern abkommandiert und der Rest beurlaubt war.

Situation

Die Forstschule wurde in dem städtischen Kommandantenhaus (heute das Burckhardthaus genannt) eingerichtet, das der königlichen Kammer unentgeltlich überlassen wurde. Für nicht durch die Schule genutzte Räumlichkeiten zahlte die Kammer jährlich 50 Taler an die Stadt. Forstlicher Unterricht wurde durch Heinrich Christian Burckhardt erteilt. Das Ende Ungeachtet der dringenden Bitte der Stadt Münden an das königliche Finanzministerium, die Forstschule der Stadt Münden nicht zu entziehen, wurde im Jahre 1849 jedoch die weitere Einstellung von Feldjägern aufgegeben und die spätere Auflösung des Corps in Aussicht genommen. Die Ausbildung erfolgte in der Folge bei den Jägerbataillonen. Der Stadt entgingen dadurch jährlich 15.000 bis 16.000 Taler, die durch das Korps mit Forstschule in Umlauf gebracht wurden.
Die Anfänge
Die Tradition der Königlich Preußischen Forstakademie in Münden reicht zurück bis zur Abspaltung der  Forstschule von der Bergschule in Clausthal im Jahre 1844 und deren Verlegung nach Münden.  
Am Rande
Bei einem größeren Waldbrand in einer Tannenpflanzung an dem Nienhäger Weg am 2. April 1848 war das Feldjägerkorps an erster Stelle bei der erfolgreichen Bekämpfung beteiligt.
© Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden
Forstschule
Verpflichtung
Die Feldjäger mussten sich bei ihrer Anstellung verpflichten, 10 Jahre zu dienen und erwarben sich damit den Anspruch auf eine Anstellung im Forst- und Jagddienst des Königreichs.
Endgültige Auflösung Der letzte Feldjäger verließ Münden erst 1861. Der letzte bekannte Kommandant war 1857 Major Freiherr von Bothmer.

Forstschule Münden

1813 wurde erstmals ein Feldjägerkorps in Göttingen errichtet. Sein erster Kommandeur war Jagdjunker von Düring, dann Oberst Graf von Kielmannsegge. 1821 wurde das hannoversche Feldjägerkorps bis auf einen Stamm von 50 Mann aufgelöst und nach Clausthal verlegt. Dort wurde es mit der der Bergschule in Clausthal angegliederten Forstlehranstalt vereinigt. Eine Lehre der Forstwirtschaft war wegen des sehr großen Holzbedarfs der Hütten und Gruben im Harz von herausragender Wichtigkeit. Der Kommandant des Korps war der Capitain und Forstmeister Christian Ludwig von Mahrenholtz.

Verlegung nach Münden

 1844, im August,  wurde das Feldjägerkorps von Clausthal nach Münden verlegt. Ein neuer Stellenplan vom 26. September 1844 und der damit verbundenen Forstschule regelte dessen Stärke auf 1 Capitain (Kommandeur), 1 Leutnant, 4 Oberjäger, 2 Hornisten und 200 Jäger, von denen 40 stets zum aktiven Dienst zur Stelle sein mussten, ein Teil als „Hilfsjäger“ bei den Oberforstämtern abkommandiert und der Rest beurlaubt war.

Situation

Die Forstschule wurde in dem städtischen Kommandantenhaus (heute das Burckhardthaus genannt) eingerichtet, das der königlichen Kammer unentgeltlich überlassen wurde. Für nicht durch die Schule genutzte Räumlichkeiten zahlte die Kammer jährlich 50 Taler an die Stadt. Forstlicher Unterricht wurde durch Heinrich Christian Burckhardt erteilt. Das Ende Ungeachtet der dringenden Bitte der Stadt Münden an das königliche Finanzministerium, die Forstschule der Stadt Münden nicht zu entziehen, wurde im Jahre 1849 jedoch die weitere Einstellung von Feldjägern aufgegeben und die spätere Auflösung des Corps in Aussicht genommen. Die Ausbildung erfolgte in der Folge bei den Jägerbataillonen. Der Stadt entgingen dadurch jährlich 15.000 bis 16.000 Taler, die durch das Korps mit Forstschule in Umlauf gebracht wurden.
© Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V.
Forstschule